Daktari war schuld!
Der Camel-Mann war schuld. Matchbox war auch schuld. Frühkindliche Prägung. Und dann, eines Tages (ich fuhr zur der Zeit Twingo ;-) hatte ich an der Ampel neben mir einen Landrover stehen. Ziemlich neu. Schönes Auto. Faszinierend, dass die immer noch so aussehen wie vor 50 Jahren. Will ich haben...
Also Branchenbuch her, Händler rausgesucht, Probefahrt vereinbart. Zugegeben, schon auf der Probefahrt 1998 fiel auf, man sitzt sehr, sehr bescheiden, die Schrauben der Türscharniere rosten schon im Katalog. Aber egal, Defender fahren ist nichts für Leute mit Hang zur Perfektion, das ist mehr so ein Lebensgefühl. Der Defender wurde gekauft. Punkt.
Mit der Zeit tat mir das Auto leid. Immer nur Asphalt. Das war keine artgerechte Haltung. Gut, abgesehen von diversen portugisischen Pisten im Urlaub. Zudem habe ich früher immer die Leute belächelt, die mit Offroadern in der Stadt unterwegs sind. Dann 2001 hörte ich das erste Mal von Amateur-Rallies. Tunesien, Sand, Wüste. Abenteuer. Das klang gut. Also anmelden!
Das Auto musste natürlich vorbereitet werden. Vernünftige Sitze mussten her, ein besseres Fahrwerk, Tripmaster, andere Reifen, mehr Power. Und dann ab in die Wüste. Das erste Mal. Das war Oktober 2001. Ab da stand eindeutig fest: Wüstenrallies machen Spass, einen Riesenspass. Am Ende fuhren wir auf Platz 19 von 29. Nicht so schlecht für Greenhorns. Das ließ hoffen.
Kaum zu Hause angekommen, direkt die Nennung für 2002 klargemacht. Fahrzeug weiter aufrüsten. Und wieder in die Wüste. Wieder ein gigantischer Spass. Diesmal Platz 7 von 32 in der Gesamtwertung. Wow. Platz 1 in der Leistungsklasse. 3 Platz in der Amateurwertung. Die ersten Pokale. Schönes Gefühl für jemand der früher nie eine Urkunde bei den Bundesjugendspielen abbekommen hat.
Dann war erstmal Pause bis 2005. Jörg, der Veranstalter der Grand Erg rief an. Ob ich nicht Lust hätte bei der Grand Erg Orga zu fahren. Klar hatte ich die. Wieder in die Wüste, diesmal mit meinem Sohn Tobias als Navigator. Wieder ein riesiger Spass. Alte und neue Gesichter, vertraute Landschaften. Da hat's dann doch im rechten Fuß gejuckt. Klar ist Orga fahren auch schön. Die DK mitten im Nichts aufbauen, in die Sonne legen, auf die Teilnehmer warten, Stempel verteilen. Trotzdem: nächstes Jahr bin ich wieder Teilnehmer in Wertung.
Also wieder aufrüsten. Dirk ins Auto. Und ab nach Tunesien. Rallye Grand Erg 2006. Was für eine Rallye. Dagegen waren die ersten Rallies die reinsten Kaffeefahrten. Und dann haben wir auch noch gewonnen. Gesamtsieger! Wahnsinn.
Eins steht nun fest: Ich will mehr!!!
CB
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